Wie bleibe ich positiv  

Da das Coronavirus weiterhin den Alltag aller beeinflusst, ist es jetzt wichtiger denn je, dass du positiv und #mentallyfit bleibst. Du kannst dies tun, indem du dich sowohl um deine geistige als auch um deine körperliche Gesundheit kümmerst. Hier konzentrieren wir uns auf die Top-Tipps des Teampsychologen des Teams NL, Paul Wylleman. Diese sechs Kernpunkte werden dir helfen, in diesen schwierigen Zeiten auf dem richtigen Weg zu bleiben. 

  • Oberste Priorität ist es, Ruhe zu bewahren und gut informiert zu bleiben  
  • Fordere dich und dein Team heraus, neue Ziele zu setzen und dein tägliches Verhalten an deine aktuelle Realität anzupassen  
  • Bleibe in regelmäßigem Kontakt mit Freunden und Familie  

Angesichts der jüngsten Entwicklungen rund um das Coronavirus sind Athleten auf der ganzen Welt zu Recht über ihre Trainingspläne besorgt. Doch ein Aspekt wird oftmals übersehen, und das ist die mentale Seite, wenn man für einen bestimmten Zeitraum sozialen Abstand halten muss. Im Team NL wurden verschiedene Ratschläge entwickelt, wie Athleten die Situation besser handhaben können. 

  1. Wähle vertrauenswürdige Kommunikationskanäle  

Die Ausbreitung des Coronavirus hat natürlich einen wichtigen Nachrichtenwert. Dies kann dazu führen, dass eine überwältigende Menge an Informationen auf dich zukommt. Es ist wichtig, dass du vertrauenswürdige Quellen hast, die du zwei- bis dreimal täglich überprüfen kannst. Achte jedoch darauf, nicht zu viele Informationen zu konsumieren, da dich das überwältigen und sogar hilflos machen kann. 

Um herauszufinden, ob neue Informationen für dich als Athleten wichtig sind, frage dich: „Was bedeutet das für mich und für mein Team?“ 

Hier sind einige vertrauenswürdige Nachrichtenquellen aus der gesamten Olympischen Bewegung, die helfen können. 

  1. Halte deine Gedanken unter Kontrolle 

In dieser Situation ist es normal, ein gewisses Maß an Verwirrung und Angst zu verspüren. Achte allerdings darauf, dass dies nicht ausufert, indem du deine Gedanken im Zaum hältst. Du musst akzeptieren, dass du nicht immer die Kontrolle über die Situation haben kannst. Doch du kannst bestimmte Maßnahmen ergreifen, um diese Herausforderungen zu meistern und dein tägliches Leben so strukturiert wie möglich zu gestalten. 

In Zeiten wie diesen kommen immer wieder mal negative Gedanken und Gefühle hoch. Vermeide es, ihnen zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Verlagere stattdessen deine Konzentration auf ein bestimmtes Wort, auf einen Gedanken oder auf ein Verhalten, das aktiv zu deiner Entspannung beiträgt und fahre mit deinem tagtäglichen Leben fort. 

Eine Technik, die du ausprobieren kannst, ist die 456. Atme vier Mal am Tag fünf Sekunden ein und sechs Sekunden aus, während du langsam deine Schultern senkst. Diese Übung hilft bei Verspannung und Unruhe. 

  1. Passe dich deinem neuen Umfeld an 

Mach dir einen Plan, um dich an Maßnahmen wie soziale Distanzierung, den Verzicht auf Händeschütteln und regelmäßiges Händewaschen zu gewöhnen. Die Visualisierung deines Verhaltens kann dazu beitragen, deine täglichen Aktivitäten aufrechtzuerhalten, ohne dabei etwas zu vermissen oder das Gefühl zu haben, dass du unhöflich handelst. 

Hört sich einfach an, aber machst du das auch? So wäschst du deine Hände richtig. 

  1. Halte dir die Zukunft vor Augen 

Die Trainings- und Wettkampfpläne werden in gewisser Weise bei allen gestört. Achte darauf, dass du regelmäßig mit deinem Trainer und deinem Team darüber sprichst, wie du dein tägliches Training handhaben kannst. Arbeite aber auch an dir selbst, damit deine Gedanken und Gefühle positiv bleiben. Letztendlich werden die Events und Wettbewerbe wieder auf dich zukommen. Sieh also zu, dass du bereit und dafür vorbereitet bleibst. 

Dazu gehört auch das Festlegen neuer, konkreter Ziele , die in deine neue Routine passen. Setze dir realistische und erreichbare Ziele, die du mit deinem Trainer besprichst und die du durch tägliche Aktivitäten erreichen möchtest. 

  1. Verbessere deine Online-Präsenz in den Social Media 

Obwohl du dich körperlich distanzierst, ist es wichtig, dass du mit anderen Menschen in Verbindung bleibst. Glücklicherweise leben wir in einem Zeitalter, in dem wir problemlos digital kommunizieren können.  

Gedanken und Gefühle mit anderen zu teilen, ist ein wichtiger Teil des Menschseins. Das Online-Arbeiten kann schwieriger sein, doch der regelmäßige Kontakt mit deinem Team und mit anderen dir wichtigen Menschen ist entscheidend, um #mentallyfit zu bleiben.  

  1. Stütze dich auf dein Netzwerk  

Die momentane Situation kann dazu führen, dass du dich unruhig, gereizt und sogar unsicher fühlst. Manchmal kann dies auch zu Kontrollverlust, Vermeidungsverhalten, Schlafstörungen, Angstzuständen oder sogar Panik führen.  

Du wirst zwar nicht immer in der Lage sein, mit der Körpersprache zu kommunizieren, doch stelle sicher, dass du mit anderen reden kannst. Indem du deine Probleme und deine täglichen Aktivitäten teilst, hältst du in der aktuellen Situation einen stabilen Lebensstil aufrecht. Kontaktiere auch lizenzierte psychosoziale Fachkräfte, die dir bei der Verarbeitung der psychologischen Auswirkungen der momentanen Situation zur Seite stehen. 

Trage zur Lösung mit bei, indem du deine Aktivitäten filmst und mit deinen Fans teilst. Das kann auch für dich therapeutisch sein.  

Für spezifische Ratschläge der Weltgesundheitsorganisation zum Umgang mit COVID-19 klicke bitte hier