Athleten beteiligen sich im Rahmen der Olympischen Jugendspiele an der aktuellen Klimadebatte

Am 17. Januar nahmen Studenten und Wissenschaftler der Universität Lausanne (UNIL) an einer Diskussion im Olympischen Jugenddorf teil, in der erörtert wurde, wie Sportler ihre Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren und ihre Plattform nutzen können, um das Bewusstsein für den Klimawandel zu schärfen.

  • Athleten der Olympischen Jugend-Winterspiele (Youth Olympic Games – YOG) YOG nahmen an einer aufschlussreichen Diskussion über den Klimawandel im Olympischen Jugenddorf teil.
  • Olympiasiegerin Hannah Mills, Lausanne 2020 Präsidentin Virginie Faivre und IOC Young Leader Eric Mitchell sprachen mit den jungen Athleten sowie Studenten und Wissenschaftlern der Universität Lausanne.
  • Auch du kannst deine Umweltbelastung reduzieren und dich dem Big Plastic Pledge-Projekt anschließen.

Stunden nachdem die Klimaaktivistin Greta Thunberg auf dem Weg zum Weltwirtschaftsforum der kommenden Woche in Davos vor den Klimastreikenden in Lausanne gesprochen hatte, kamen drei Studentenaktivisten der Universität Lausanne (UNIL), die an dem Streik teilgenommen hatten, in das Vortex-Gebäude, um mit einer Reihe von IOC-Vertretern für Nachhaltigkeit und jungen Sportlern, die an den3. Olympischen Jugend-Winterspielen (Youth Olympic Games – YOG) teilnehmen, das Gespräch zu suchen.

Zu den drei inspirierenden jungen Studenten – Loukina Tille, Hamza Palma und Elias Jordan – gesellten sich Augustin Fragniere, Sustainability Project Manager bei UNIL, und IOC Young Leader Eric Mitchell, um eine lebhafte Diskussion über den Klimawandel zu führen und zu erörtern, wie auch Sportler ihren Beitrag leisten können.

Wintersportler fühlen sich vom Klimawandel bedroht
„Ich habe mitangesehen, wie Wintersportorte, die eigentlich immer schneesicher waren, plötzlich ihren Schnee über Züge angeliefert bekommen müssen“, berichtete Mitchell den Anwesenden. „Ich habe aus nächster Nähe gesehen, welche Auswirkungen der Klimawandel bereits auf den Wintersport hat. Als Wintersportler werden wir diese Auswirkungen in Zukunft alle sehen können.“

Ebenfalls anwesend waren die britische Olympiasiegerin Saskia Clark, deren ehemalige Segelpartnerin Hannah Mills im vergangenen Jahr das Projekt „Big Plastic Pledge“ ins Leben gerufen hat, das Athleten und Fans im Kampf gegen die Plastikverschmutzung zusammenbringen soll, sowie Lausanne 2020 Präsidentin Virginie Faivre, ehemalige Weltmeisterin im Freestyle-Skiing.

„Du kannst etwas bewirken“
„Wir haben hart daran gearbeitet, Innovationen zu entwickeln und die Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern“, so Faivre, als sie über eine Reihe von nachhaltigen Maßnahmen sprach, die vom Organisationskomitee umgesetzt wurden, einschließlich der Aufforderung an die Athleten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Veranstaltungsorten zu fahren und der Erstellung eines Sportstättenplans, der keine Neubauten notwendig machte. Faivre, die voller Stolz auf die YOG blickt, die perfekt im Einklang mit dem Fokus des IOC auf Nachhaltigkeit und der Nutzung bestehender Anlagen bei der Ausrichtung Olympischer Spiele stehen, bat die anwesenden jungen Athleten, sich als Botschafter in der globalen Bewegung gegen den Klimawandel zu engagieren.

„Ihr seid junge Athleten und könnt etwas bewirken“, sagte sie. „Ihr seid die Zukunft.“

Junge Sportlerinnen und Sportler nutzen ihren Einfluss
Anschließend wurde den jungen Sportlern das Wort erteilt, um noch weitere Argumente vorzubringen, was sie selbst tun können, um ihren Beitrag zu leisten – von der Nutzung der ihnen als Leistungssportler zur Verfügung stehenden Plattform für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit bis hin zur Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks.

„Ich denke, dass die Auswirkungen des Klimawandels für unseren Sport von zentraler Bedeutung sind“, so der italienische Langläufer Simone Mastrobattista. „Wir müssen unser Verhalten ändern und mehr darüber nachdenken, was wir tun können.“

Der britische Shorttrack-Eisschnellläufer Matthew Gardner forderte die erfahreneren Sportler, Trainer und Funktionäre auf, einen größeren Schwerpunkt auf Umweltprobleme zu legen.

„Ich habe das Gefühl, dass wir in dieser Hinsicht ziemlich hinterherhinken und uns das Wissen fehlt“, erklärte er. „Ich bin der Meinung, dass alle Sportarten ihren Athleten mehr zu diesem Thema vermitteln können und ich hoffe, dass unsere Trainer uns diesbezüglich noch viel mehr beibringen werden.“

Abschließend forderte Clark die anwesenden jungen Athleten auf, sich während der Spiele in Lausanne 2020 mindestens an drei der neun Versprechen des Big Plastic Pledge-Projekts zu halten. Ferner ermutigte sie die Sportler, Teil der globalen Kampagne zu werden.

„Wir wünschen uns Athleten, die ihr Verhalten aus Leidenschaft ändern und eine Vorreiterrolle bei der Veränderung unseres Umgangs mit dem Planeten Erde einnehmen“, sagte sie.

Um mehr über das Big Plastic Pledge-Projekt zu erfahren und wie du Teil davon werden kannst, klicke bitte hier.